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Spinnkreis
Trachtengruppe / Übersicht
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So klingt es bei uns
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Felsenmeer
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Die Trachtengruppe und ihre Aktivitäten
Nur 1,48 Meter groß, keine 50 Kilogramm schwer, geistig und körperlich beweglich – alles ideale Voraussetzungen, um ein hohes Alter zu erreichen.
Die frühere Reichenbacherin Anneliese Weyhrauch verfügt über diese Attribute, ist heute 95 Jahre
alt und versorgt in Darmstadt noch ihren Haushalt und sich selbst.

Als Highlight ihres langen Lebens bezeichnete sie bei einem Besuch in Reichenbach (August 2011) ihre Mitgliedschaft in der örtlichen Trachtengruppe. Von den Auftritten zwischen 1935 und 1940 schwärmt sie noch heute. In Odenwälder Tracht hatte sie es 1936 sogar auf die Titelseite der „Darmstädter Wochenschau“ geschafft.
Anneliese Weyhrauch - heute 95 Jahre - erinnert sich
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Anneliese Weyhrauch
im Juni 1936 in der
Darmstädter
Wochenschau
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Anneliese Weyhrauch / Rau mit Doris Appel-Weyhrauch und Heinz Eichhorn
am 10. August 2011 in Reichenbach anläßlich der Übergabe von zahlreichen Bildern, Urkunden sowie einem Spinnrad und ihrer Tracht.
Die Reichenbacher Trachtengruppe wurde Anfang der 1930-iger Jahre gegründet. Angeregt von dem Heimatdichter Georg Bechtel (1867–1943) und dessen beiden Töchtern trat die Gruppe bei Theater- stücken und Heimatfesten auf. Zuerst waren es nur Frauen, die ihre bunten Trachten nähten, stickten und ausführten. Später kamen auch Männer dazu, deren Tracht im Vergleich zu heute aber recht bescheiden war.

Doch dieser „wilde Haufen“ (Anneliese Weyhrauch) reiste in Deutschland umher. So wurden Fahrten mit öffentlichen Auftritten nach Berlin, Hamburg, Oberhessen und im Kreis unternommen. Und bei den damals fast inflationären Heimatabenden im Dorf war die kleine Gruppe der Trachtenträger immer dabei.

Ihre Tracht von damals hat Anneliese Weyhrauch aufbewahrt.

Und die Blusen mit den Eingravierungen von 1936 und 1938, sowie die Mieder, Röcke und Tücher sind in einem erstaunlich guten Zustand, können jederzeit getragen werden und sollen mit Bedacht innerhalb des Vereins an junge Mädchen weitergegeben werden.

Denn die 95-jährige drängt schon darauf, dass die Tracht aus ihrer Jugendzeit in Ehren gehalten wird. So wie sie und ihre Familie Traditionen und Über- lieferungen immer gepflegt haben.

Anneliese Weyhrauch wurde im Kriegsjahr 1916 in der Nibelungenstraße 65 geboren. Das kleine Haus oberhalb des „Konsum“ (heute Postagentur) ragte bis auf die damalige Hauptstraße und wurde deshalb 1970 wegen der Verbreiterung der B 47 abgerissen.

In ihm drechselte Ludwig Weyhrauch („Drehers Lui“) auch Spinnräder, von denen seine Tochter nun dem örtlichen Spinnkreis ein wunderschönes Exemplar überließ.

Die Volksschule lag nur wenige Schritte vom Elternhaus entfernt. In ihr wurde Anneliese von Valentin Keil, Barbara Reeh, Jakob Orth, Heinrich Balß, Otto Schlörb und Heinrich Röth unterrichtet. 1930 konfirmierte sie Pfarrer Wilhelm Scheid.
Ihrem Jahrgang gehörten unter anderem Katharina Edmeyer/Weyhrauch, Barbara Peter/Meyer („Winterbawett“), Georg Krichbaum und Karl Germann, der frühere Bürgermeister, an. Von den 31 Konfirmanden lebt heute neben Anneliese Weyhrauch nur noch Philipp Eckel in der Hahnenbusch- straße.

1950 heiratete Anneliese und zog mit ihrem Mann nach Darmstadt. Nach dem Tod ihrer Eltern pflegte sie bis zum Verkauf 1970 Haus und Garten an der Nibelungenstraße. Auch deshalb kennt sie heute noch fast alle älteren Einheimischen, kennt die familiären Verbindungen und nennt mit einer fast unglaublichen Präzession Daten, Anlässe und Namen. Unterstützt wird sie dabei von ihrer Nichte Doris Appel-Weyhrauch. Die Lehrerin, die sich als junges Mädchen ihr erstes Geld in der Pappen- fabrik Tempel verdient hatte, fährt ihre Tante ab und an durch den Odenwald zu den Schauplätzen ihrer Jugendzeit und gemeinsam frischen sie Erinnerungen an längst vergangene Tage auf.

Und wenn vor Ort Fragen offen bleiben, dann sehen die beiden Damen im Computer nach. So stießen sie auch in der Homepage des Verschönerungsvereins auf die Nachrichten über Reichenbach. Zur Erweiterung des schon über tausend Artikel umfassenden „Heimatbuches“ überließen sie dem Verein noch zahlreiche Urkunden und Fotos.

Einige sind hier wiedergegeben.

Heinz Eichhorn - 08.2011
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Anneliese Weyhrauch
in Odenwälder Tracht
(um 1930)
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1938 - Anneliese Weyhrauch (ganz links) im Kreise weiterer jugendlicher Trachtenträger
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1938 - Trachtenfest im Hamburg
1937 - Am Brunnen in Bensheim
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1938 - Trachtenfest in Frankfurt (im Bild links/mitte - Anneliese Weyhrauch)
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1938 - Reichenbacher Trachtengruppe in Hamburg - Anneliese Weyhrauch, rechts
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Reichenbacher Trachtenträger - (unbek. Jahr / unbek. Ort)
Anneliese Weyhrauch (links) und neben ihr Heinrich Weyhrauch

Foto: Heidi Kinzel
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Verschönerungsverein Reichenbach 1974 e.V.
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