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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Reichenbach - historisch gesehen
Über die Erforschung der Heimatgeschichte in der Nachbargemeinde Reichelsheim informierte sich der Reichenbacher Ortsvorsteher und Vorsitzender des Verschönerungsvereins Heinz Eichhorn. In Gesprächen mit Bürgermeister Gerd Lode und Gemeindearchivar Wolfgang Schwinn wurden die Aktivitäten in beiden Odenwaldgemeinden erörtert.

Der "staatlich anerkannte Luftkurort im Naturpark Odenwald" wurde 1303 erstmals urkundlich erwähnt, ist also etwas jünger als die ältesten Lautertaler Dörfer Reichenbach und Beedenkirchen. Doch soll bereits Ende des neunten Jahrhunderts der fränkische Edling Richold den "Marktflecken Richoldsheim" gegründet haben. Im 13. Jahrhundert wurden das Schloss Reichenberg erbaut und die Burg Rodenstein errichtet. Wie die Lautertaler Ortsteile gehörte Reichelsheim zur Grafschaft Erbach-Schönberg und wurde 1806 hessisch. Mit der Gebietsreform Anfang der 70er-Jahre vergrößerte sich Reichelsheim durch die Eingemeindung von 13 umliegenden Orten und hat heute über 9000 Einwohner. Als wichtige Einrichtungen heben sich die Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, zwei Grundschulen, das Amt für den ländlichen Raum, zwei beheizte Freibäder und die 1994 erbaute Reichenberghalle heraus. Im ehemaligen Amtsgericht ist heute das Rathaus untergebracht.

Die Fortschreibung der Heimatgeschichte geschieht auch in Reichelsheim durch zahlreiche interessierte Menschen. Ihre Erkenntnisse wurden vielfach in "Gelurt", dem Odenwälder Jahrbuch für Kultur und Geschichte, veröffentlicht. Als herausragende Schrift über die jüngste politische Vergangenheit gilt Reinhard Grünewalds Buch "Gegen das Vergessen - Juden in Reichelsheim". Es erinnert auch an die Beteiligung von Georg von Erbach-Schönberg an den Judenpogromen in Reichelsheim und Bensheim. Bürgermeister Gerd Lode beschäftigt sich in seiner Freizeit bevorzugt mit der Geschichte der Arbeiter- bewegung. Über Jahrzehnte hinweg hat er Daten und Unterlagen über das Entstehen der Arbeiterbewegung im Odenwald gesammelt. Da diese über Offenbach und Erbach auch Einzug in Lautertal hielt, bestehen zahlreiche Parallelen zu der politischen Entwicklung bis hin an die Bergstraße. Mehr auf dem Gebiet der Odenwälder Trachten liegt der Schwerpunkt von Archivleiter Wolfgang Schwinn. Als Mitglied der Reichelsheimer Trachtengruppe ist er regelmäßig dabei, wenn der Verein in der Reichenberghalle öffentlich auftritt.

Letztmals im März 2004 nahmen daran auch 16 Trachtenträger des Verschönerungsvereins Reichenbach teil. Damals stand der Odenwälder Abend unter dem Motto "Schäi gedanzt und gut gesse". Aktuell stehen die Abende unter dem doppeldeutigen Slogan "Es Lissje kimmt", mit dem sowohl Bezug auf die Odenwälder Eisenbahn, als auch auf die Oden- wälder Mädchen genommen wird. Wolfgang Schwinn bringt an wöchentlich zwei Vormittagen das Archiv der Gemeinde auf Vordermann, eine Lösung, die nach dem Ausscheiden der hauptamtlichen Archivarin Christa Scharf im August 2006 auch für die Gemeinde Lautertal als Vorbild dienen könnte. Der Archivleiter versorgte seinen Besucher auch mit reichlich Informationsmaterial. Heinz Eichhorn übergab im Gegenzug einige seiner Schriften. Die Gesprächspartner vereinbarten, sich mit einem weiteren Austausch von geschichtlich relevanten Unterlagen auf dem Laufenden zu halten.


Bergsträßer Anzeiger 06. Januar 2007
Dorfgeschichte / Übersicht
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Heimatgeschichtler tauschten sich aus
Reichenbacher Ortsvorsteher Eichhorn besuchte Reichelsheims Bürgermeister Gerd Lode