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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Das Rathaus in Gadernheim wird bald 400 Jahre
Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
Vor seinem 400-jährigen Jubiläum steht das Rathaus in Gadernheim. Nach der Einweihung des Reichenbacher Fachwerkbaus strebten die Verantwortlichen der Oberdörfer Gadernheim, Lautern und Raidelbach nach einem eigenen Rathaus. 1617 konnte endlich mit dem Bau begonnen, 1619 die erste Haingerichtssitzung abgehalten werden.

Dass in Gadernheim einmal ein Rathaus gebaut werden wird, stand eigentlich schon am Freitag, 21. August 1601, fest. Damals wurde das Rathaus in Reichenbach mit einer Sermon (Predigt) von Pfarrer Martin Walther und mit „gemeinsamem Fressen, Saufen, Füllen und Jubilieren“ eingeweiht. Nicht nur die gemeinsame Mahlzeit aller Gemeinsleute und Beisassen, sowie Weck gar für die Kinder erregte Aufmerksamkeit, sondern vor allem das Haus selbst. Jetzt brauchte nicht mehr im Freien unter der Marktplatzlinde getagt zu werden, sondern man konnte die Annehmlichkeiten eines trockenen, überdachten Gebäudes nutzen.

Wohl hielten die Oberdörfer in den Folgejahren ihre Haingerichte weiterhin in Reichenbach, doch beklagten sie sich über den weiten Weg und die belastenden Umstände. Nach der Erbacher Haingerichtsordnung von 1552 hatten die vollberechtigten Gemeinsmänner an den Sitzungen teilzunehmen, die Beisassen dagegen waren ausgeschlossen, obwohl auch sie Pflichten gegenüber der Gemeinde hatten.

1617 hatten sich die Oberdörfer dann dazu entschlossen, den nicht nur angenehmen, sondern auch kostspieligen Bau gemeinsam zu schultern: „Im Februar haben die zu Gadern ange- fangen Stein zu führen zu ihrem Rathausbau“, schrieb Pfarrer Walther in seine Chronik. Im Oktober wurde schon das Bauholz auf 28 Wagen herbeigeschafft und aufgeschlagen.
Über das ganze Jahr 1618 bauten die drei Dörfer an dem Haus, Glaser, Schreiner und Schlosser halfen mit. Zur Finanzierung mussten „viel Almen und Flecken verkauft werden“. Am 17. Februar 1619 hielt dann der Amtmann zum ersten Mal im Rathaus Gadernheim Gericht.












Quellen:
Chronik von Pfarrer Martin Walther, Heimatbücher von Gadernheim und Lautern, BA



Text:
Heinz Eichhorn - 03.03.2010
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Knapp 400 Jahre alt ist das Rathaus in Gadernheim

Foto: H. Eichhorn - 03.03.2010


Im neuen Gebäude tagten ab jetzt auch die Haingerichte, unter ihnen die namentlich bekannten Gerichtsmänner Jost Minck, Nikel Eichhorn, Hans Scheithauer, Jakob Kießenauer und Anastasius Lutz aus Lautern. Sie genehmigten die Gemeinderechungen, vergaben die Positionen von Bürgermeister und Steinsetzer und nahmen die neuen Gemeinsleute und Beisassen auf. Am 7. Dezember 1853 billigte der Großherzog die Trennung der drei Oberdörfer, womit das Rathaus fortan nur noch der Gemeinde Gadernheim diente.

Mit der Gebietsreform fiel das inzwischen ehrwürdige Haus 1972 an die Großgemeinde Lautertal und diente als Verwaltungsstelle, Sitzungsraum für den Ortsbeirat, Altentagesstätte und als Heimatmuseum, eingerichtet und betreut vom örtlichen Verschönerungsverein.
Die letzte große Renovierung fand 1979 statt. Damals wurde das alte Fachwerk auf der Südseite freigelegt. Damit sich die Farbgebung harmonisch in das Ortsbild einordnet, hatten Grafiker Fritz Keim und Else Martin einen Entwurf angefertigt. Die Farben variierten von Gelb über Ocker bis hin zu Rotabstufungen. Die Windborde und das Traufgesims wurden in einer dunkelgrünen Farbe gestrichen. Die Vorderseite ziert ein von Hans Heldmann geschaffenes Wappen mit dem Kaiserturm, die Nordseite schmücken die in Sgraffito geschnittenen Handwerkerzeichen.





Handwerkszeichen an der Nordseite des Gadernheimer Rathauses

Foto: H. Eichhorn - 03.03.2010
Verschönerungsverein-Reichenbach 1974 e.V.
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