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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Ahnenforschung ist ein „schwieriges Unterfangen“
Diese leidvolle Erfahrung machte auch Walter Kopf aus Rüsselsheim, der sich in Elmshausen auf die Spurensuche nach seinem Urgroßvater und dessen Nachkommen begab, dem aber derzeit noch zahlreiche Fragen unbeantwortet blieben.

Dem Studienrat ging es wie so vielen Ahnenforschern: Erst nach dem Tod seiner 93-jährigen Mutter beschäftigte er sich so richtig mit seinen Altvorderen. Da konnten ihn nur noch wenige Zeitzeugen über die familiären Verbindungen aufklären und auch so manche Fotos oder Dokumente waren nicht mehr auffindbar.

Kopf`s Urgroßvater Johann Martin Raithel, 1866 in Schwarzenbach an der Saale am Rande des Fichtelgebirges geboren, kam wie damals so viele Steinarbeiter als Arbeitssuchender in den Odenwald. Von Bensheim bis Lindenfels hatten die Gebrüder Hergenhahn, Michael Böhringer und Karl Kreuzer zahlreiche Brüche, Werkstätten und Steinschleifereien errichtet und suchten nach Fachkräften. Bei reger Konjunktur war der „blaue Stein“ des Odenwaldes gefragt und konnte mit modernen Maschinen und Geräten auch erfolgreich bearbeitet werden. In dieser boomenden Steinbranche wurde Raithel tätig.
In Elmshausen ließ er sich mit seiner Frau Anna Margarethe, einer geborenen Grießhammer, sowie den 1891 und 1893 geborenen Söhnen Ludwig und Heinrich nieder. Dort hatte Michael Böhringer direkt an der Hauptstraße eine Steinschleiferei errichtet und beschäftigte hier zeitweise bis zu hundert Mann.





Steinarbeiter um 1900 im Betrieb Böhringer in Elmshausen

Fotos: Ria Peter
Repro: VVR
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Heinz Eichhorn - 22.06.2009





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Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
In die örtliche Geschichte ein ging der Betrieb auch mit einem von den Steinarbeitern als „lustigen Zwischenfall“ bezeichneten Vorgang während der großen Steinarbeiteraussperrung von 1905/1906. Damals hätten die Arbeiter eine Strohpuppe so an die Mauer der Steinschleiferei gelehnt, dass die „Bewacher“ darauf aufmerksam werden mussten. Anführer Bisse habe schon von weitem gerufen: „Hans, da iss Aaner, druff!“ und schon hätten die Revolver geknattert. Schallendes Gelächter sei der Wachmannschaft entgegen gehallt, als sie gesehen hätte, wer sich da am Böhringerschen Eigentum vergehen wollte. Natürlich seien die Revolver eingezogen worden.

Trotz der bekannten Aversionen gegen die organisierte Arbeiterschaft beschäftigte Michael Böhringer auch den überzeugten Gewerkschafter Raithel in seinem Elmshäuser Betrieb. Von seiner „Fabrik“ liegt bisher nur ein von Ria Peter (Reichenbach) zur Verfügung gestelltes Foto aus der Zeit um 1900 vor, auf dem allerdings nur Johannes und Heinrich Eckel aus Reichenbach bekannt sind. Ob sich darauf auch der damals Mittdreißiger Raithel befand, steht noch nicht fest.
Dem Ehepaar Raithel wurden in Elmshausen 1895 noch der Sohn Johann, sowie 1898 die Töchter Anna und 1905 Margarete geboren. Während alle Söhne anderweitig ihr Glück versuchten, blieben die Töchter im Lautertal. Anna heiratete in Reichenbach Nikolaus Rausch, dessen Sohn Wilhelm als Betreiber eines kleinen Lebensmittelladens im Unterdorf bekannt wurde. Margarete ehelichte den Pappenmacher Philipp Kehl aus Reichenbach und hatte mit ihm drei Kinder. Die beiden Töchter leben heute in Elmshausen und Lautern.

Aber auch sie konnten dem „Ahnenforscher“ Walter Kopf nur bedingt weiter helfen. Im Gemeinde- archiv mit seinen wohlgeordneten alten Unterlagen aus Elmshausen fehlt im Einwohner- erfassungsbuch die Eintragung über die Ankunft der Familie Raithel. Am zuverlässigsten sind da noch die Eintragungen in den Kirchenbüchern, die wenigstens Namen und Daten liefern. Details über das Leben seiner Vorfahren, ihre beruflichen Aktivitäten oder gar Fotos erhält Walter Kopf aber auch aus den Kirchenbüchern nicht.

Wer ihm weiter helfen kann, wird gebeten, ihn unter der Telefonnummer 06142/942919 anzurufen.





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