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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Das Archiv des ältesten Reichenbacher Vereins
Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
Die Liebe zum Chorgesang und zum Männergesangverein Eintracht alleine reicht nicht aus.
Wer das Archiv des ältesten Reichenbacher Vereins führt, sollte auch Bezug zu seiner Heimatgemeinde, zur Dorfgeschichte und zu den Menschen im Tal haben.

Hans Bremstaller hat alle diese Tugenden. Seit über 25 Jahren wählt er mit Akribie aus, ordnet und archiviert eine im Tal wohl einmalige Ansammlung von fast noch lückenlos vorhandenen Vereins- unterlagen. 1862 schon gründete sich der „Singverein“, kann also im nächsten Jahr sein 150. Bestehen feiern.

In den vielen Jahrzehnten, in der die Vereinsarbeit nur durch drei Kriege unterbrochen war, sammelte sich so allerlei an. Sogar das erste Bestandsbuch, also die Mitgliederliste aus den 1860-iger Jahren, fein säuberlich notiert in einem Heft in Taschenformat, blieb dem Verein erhalten. Später sind es in erster Linie die damals noch seltenen Fotos von Vereinsjubiläen. So auch aus dem Jahre 1912, in dem der Verfasser dieses Artikels gar seinen Großvater Peter Heil II. als Reiter im Festzug des Gesangvereins entdeckte.















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Text: Heinz Eichhorn - 22.11.2011


Verschönerungsverein-Reichenbach 1974 e.V.
Penibel hat Hans Bremstaller auch die Unterlagen aus der problematischen Zeit des Nationalsozialismus geordnet. Natürlich war ein großer Teil der Eintracht Anhänger des Unrechtssystems, wie das in der Anfangszeit in den meisten anderen Vereinen ebenso der Fall war. Doch aus dem Archiv geht auch hervor, dass die Eintracht dem System die Stirn geboten hatte. 1933 lehnte der Vorstand unter Führung von Wilhelm Dude die von den Nazis verordnete „Zwangsehe“ mit dem Gesangverein „Liederkranz“ ab.

Dies brachte dem Vorsitzenden und dem Verein viel Ärger, auch in den eigenen Reihen. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg führt das Archiv der Eintracht dann nur noch Unterlagen, die dem Vereinsnamen gerecht werden.





Mit der Feier zum hundertsten Jubiläum bricht im Eintracht- Archiv die „Fotoflut“ aus. Jetzt wurden alle großen Ereignisse im Bild festgehalten und archiviert, seien es die Jubiläumsfeiern 1972 und 1987, oder ab den achtziger Jahren die Jahreshaupt- versammlungen, Chorauftritte, Faschingsveranstaltungen und Familienfeste. Von jedem Ereignis sind zudem die Einladungen, Plakate, Eintrittskarten und viele weiteren Utensilien aufbewahrt. Eine Fundgrube für alle an der Reichenbacher Dorfgeschichte interessierten Menschen.

Neuerdings kommen noch die digitalen Aufnahmen hinzu, die Heiko Gehrisch archiviert. Hans Bremstaller begrüßt diese Aktivitäten, schließlich bringe die neue Technik ja auch viele Vorteile mit sich.


Er selbst verlässt sich aber eher auf das Griffige, Handfeste. In seiner langen Zeit bei der Eintracht hat er schon viele Verän- derungen mitgemacht, kennt die Probleme und die Schwierigkeiten bei der Umwandlung beispielsweise von Dias. Deshalb verlässt er sich lieber auf seine Akten, Fotos, Hefte und Papiere. Und hofft, dass er einmal die außergewöhnliche Sammlung an einen Nachfolger weitergeben kann, der die Geschichte der Eintracht als Teil der Reichenbacher Dorfgeschichte mit Herzblut sammelt und archiviert.





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Ein umfangreiches Archiv des Männergesangvereins Eintracht hat Hans Bremstaller in über 25 Jahren zusammengetragen.
Foto: Heinz Eichhorn


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Fein säuberlich festgehalten ist der Singstundenbesuch aus dem Jahre 1868.
Repro: Heinz Eichhorn