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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach Willkommen Bomberabsturz bei Reichenbach Nach 60 Jahren tauchen erste Fotos auf Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht Was kaum mehr für möglich gehalten wurde, ist nun doch noch wahr geworden. Nach nahezu 60 Jahren tauchen ersten Fotos von Wrackteilen des amerikanischen Bombers auf, der am 13. April 1944 gegen 14.30 Uhr über dem Höllacker in Reichenbach abge- schossen wurde. Mariechen Heil-Emich aus der Friedhof- straße stellte die bislang einmaligen Dokumente aus den Nachlässen ihres Vaters Peter Heil dem Bergsträßer Anzeiger zur Verfügung. Der 1905 geborene Bauschlosser Heil weilte Mitte April 1944 auf Heimaturlaub bei seiner Familie und erlebte den Absturz des Flugzeuges hautnah mit. Die Absturzstelle war nur wenige Meter von seinem Anwesen in der Friedhofstraße 16 entfernt. Die Wrackteile des explodierten Flugzeuges lagen verstreut hinter dem Schwimmbad. Da die Überreste des Flugzeuges nicht gleich abtransportiert wurden, entwickelte sich über das Wochenende ein reger Besucherstrom in den Höllacker.  Obwohl Aufnahmen von den Flugzeugteilen verboten und die Entwicklung der Filme in der Mangel- wirtschaft der letzten Kriegsjahre schwierig war, konnte der begeisterte Hobbyfotograf Peter Heil nicht widerstehen. So fotografierte er die Bruchstücke, die etwa auf der Höhe des späteren Hauses Blessing lagen, zusammen mit seiner Familie und einigen Verwandten oder Bekannten. So sind unter anderen zu sehen: in der Bildmitte mit Hut Tochter Gretel Heil-Rausch (geboren 1926), Tochter Mariechen Heil-Emich (geboren 1934), Ehefrau Margarete Weidmann-Heil (geboren 1907), Schwägerin Marie Mahr-Heil (geboren 1913), deren Tochter Marianne Heil-Bickelhaupt (geboren 1935), die heute in Rohrbach wohnt, "Kläuschen" Klaus Lindemann (geboren 1938) mit seinem Großvater Heinrich, die zusammen mit "Hedi" Hedwig Lindemann (geboren 1920) als Evakuierte aus Frankfurt am Main seit 1943 bei Friseur Ernst Mink wohnten. Im Hintergrund links, etwa auf der Höhe des heutigen Geflügelzüchterheims, sind weitere Wrackteile des abgestürzten Bombers zu erkennen. Auch nach dem Krieg setzte sich bei Peter Heil die Begeisterung für das Fotografieren fort. So verfolgte er als tatkräftiger Helfer die Entstehung und den Fortgang des Vereinsheims der Geflügelzüchter auch mit der Kamera. Die Ergebnisse sind noch heute als Dokumentation im Geflügelzüchterheim zu sehen. Heinz Eichhorn Bergsträßer Anzeiger 13. Februar 2004