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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
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Reichenbacher Heimatgeschichten entdeckt
Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
Über das Internet entdeckte Dieter Hofmeister aus Frankfurt Reichenbacher Heimatgeschichten und erinnerte sich wieder an viele Details seines Aufenthalts während des Krieges im Odenwald. Seine Erinnerungen hat er nun in einem mehrseitigen Schreiben zusammengefasst.

Schon in den 1860er Jahren hatte die Familie Hofmeister Kontakte in den Odenwald. In Frankfurt gründete Großvater Ferdinand ein Grabsteingeschäft und beschaffte sich aus dem Lautertal das Rohmaterial. In Reichenbach und Lindenfels erwarb die Firma Grundstücke, um eigene Steinbrüche zu erschließen.

1911, so Dieter Hofmeister, sei mit dem Aufbau des Bruches im Knorz in Lautern begonnen worden. Im Reichenbacher Steinbruch wären damals zehn Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Adam Baumunk V., Großvater von Hans Baumunk (Hahnenbuschstraße, heute Neckarsteinach) und Elisabeth Fey war dort jahrelang Bruchmeister.

„Folgerichtig“ habe seine Familie dann während der Bombardierung Frankfurts in Reichenbach Zuflucht gesucht. Vater Walter, Mutter Anna, er und seine beiden jüngeren Geschwister kamen im Dachgeschoss in der Nibelungenstraße 111 unter, dem damaligen Verwaltungssitz der DESTAG.

Die Reichenbacher Zeit blieb dem jungen Dieter in lebhafter Erinnerung. In seinen Notizen erwähnt er besonders den Rückzug der Wehrmacht durch das Lautertal. Vor dem Einrücken der Amerikaner wäre seine Familie in den Steinbruch im Felsbergwald geflüchtet.
Die amerikanischen Soldaten haben bei ihm bleibende Eindrücke hinterlassen. „Ausgeruht und lachend“ hätten sie einen krassen Gegensatz zu den „abgekämpften, müden und verzagten deutschen Soldaten“ gebildet. Erstmals in seinem Leben habe er einen "Neger" gesehen.

Doch die markanten Eindrücke wurden schnell in den Hintergrund gedrängt. Alle Anstrengungen hätten nun der Beschaffung von „Essbarem“ gegolten. Aus Familienbesitz sei eine „braune Ziege“ von Frankfurt mit der Bahn nach Bensheim und dann „mit dem Leiterwagen“ nach Reichenbach geschafft worden. Er hätte sie auf den damals kargen Weiden im Dorf hüten müssen. Ihre Milch habe die Familie dringend gebraucht. Zeitweise sei die Wohnungsausstattung gegen Lebensmittel getauscht worden. „Tischdecke gegen Eier und Metzelsuppe“ hieß es dann.

Beim Lesen der Berichte im BA und auch in der Homepage des Verschönerungsvereins hätte er sich an seine „Reichenbacher Zeit“ (1941 – 1948) immer mehr erinnert.
So seien ihm auch wieder
die Erzählungen seines
Großvaters über die
Aktivitäten der freien
Gewerkschaften in
Reichenbach eingefallen.





Heinz Eichhorn - 08.12.2008
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Adam Baumunk, jahrelang Leiter eines Steinbruchs der Firma Hofmeister, hatte später seinen eigenen kleinen Betrieb im Hahnenbusch

Foto: Hans Baumunk
Repro: VVR/Bertes

Dieter Hofmeister spricht voller Respekt über die Versuche des Verschönerungsvereins, die Reichenbacher Geschichte aufzuarbeiten.
Einen hohen Stellenwert hätten auch die Aufzeichnungen von Hans Heldmann (Gadernheim), der ein „umfassendes Wissen“ über die Steinbranche habe. Auch deshalb habe er in den letzten Monaten mehrfach den Odenwald bereits und Gespräche mit Zeitzeugen aus seiner Reichenbacher Zeit geführt.



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