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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Lautertaler Ortsteile feiern Geburtstag
Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
Gleich mehrere Ortsteile der Großgemeinde Lautertal konnten in diesem Jahr „runde Geburtstage“ feiern. So wurde Elmshausen im Jahre 1339, also vor 670 Jahren, Gadernheim, Raidelbach und Lautern 1369, also vor 640 Jahren, erstmals urkundlich erwähnt.

Die ersten Besiedlungen des Talkessels zwischen Felsberg, Neunkircher Höhe, Krehberg und Hohberg werden um das Jahr 800 vermutet. Sie hängen wohl stark mit der Gründung des Klosters Lorsch zusammen. 773 schenkte Karl der Große dem Abt von Lorsch die Groß-Mark Heppenheim und erhob ihn damit zum Reichsfürsten. Er selbst behielt aber vorläufig noch die Forst- und Jagdrechte für den Odenwald und ließ dort zwölf Wildhuben errichten, unter anderem eine im Flur Hanrode bei Reichenbach. Zur Wildhube gehörten Wohnhaus, Scheuer, Stall, Backhaus und die nötigen Äcker und Wiesen, so dass der kaiserliche Wildhübner wohl der erste langfristige Bewohner des Talkessels war.
Heinz Eichhorn - 30.11.2009

Quellen:
Heimatbücher von Elmshausen, Reichenbach, Beedenkirchen, Lautern, Gadernheim und Schannenbach
Fotos: Saurugg
Im Jahre 1012 schenkte der Kaiser dann dem Lorscher Abt den Forst- und Wildbann Odenwald. In der Schenkungsurkunde werden auch die Orte Reichenbach und Beedenkirchen genannt. Somit ist sie die „Geburtsurkunde“ für beide Dörfer.
Die ersten Ansiedlungen im ursprünglich weitgehend mit Wald bedeckten Tal zogen weitere nach sich. 1339 wurden in einem Lehensvertrag erstmals die Dörfer Elmshausen und Wilms- hausen genannt. Lautern, Gadernheim und Raidelbach werden 1369 im ersten Zinsbuch der Kellerei Lindenfels aufgeführt. In einem weiteren Lehensvertrag von 1398 sind schließlich die Höhengemeinden Schannenbach, Knoden und Breitenwiesen notiert.

Der Talkessel und seine Höhenzüge gehörten in den ersten Jahrhunderten der Besiedlung zur „Basinsheimer marca“, also der Mark Bensheim. Die Geschichte der Dörfer ist geprägt von Jahrhunderte dauernden Versuchen, sich von dieser Mark zu lösen. Erfolgreich waren sie zuerst auf kirchlicher Ebene. Beedenkirchen setzte sich als erste Gemeinde ab und gründete wohl noch vor 1427 ein eigenes Kirchspiel. Ihm folgten um 1430 die Orte Elmshausen, Reichenbach, Hanrod, Grauelbach, Hohenstein, Lautern, Gadernheim, Raidelbach, Breitenwiesen und Knoden, erbauten sich eine kleine Kirche und gründeten das Kirchspiel Reichenbach.

Politisch dauerte die Suche nach der Selbstfindung doch etwas länger. Nach vielfach wechselnden Herrschaftsverhältnissen fielen die meisten Dörfer des Lautertals 1561 durch Tausch an das Grafenhaus Erbach und wurden Teil des Amtes Schönberg. Nach der „Dreikaiserschlacht“ von Austerlitz wurden die Dörfer im Tal hessisch und von einer Übernahmekommission „vergattert“. Die Kirchengemeinde vertrat damals Pfarrer Heinrich Christian Pagenstecher aus Reichenbach. „Handtreue“ leisteten die Schultheißen Philipp Jost (Elmshausen), Philipp Bormuth (Reichenbach), Peter Borger (Gadernheim), sowie Kassen- einnehmer Brehm aus Raidelbach.

Die letzte große Reform 1972 vereinigte dann das Lautertal fast so, wie es schon das Kirchspiel Reichenbach um 1430 ausgewiesen hatte. Zu den Orten Elmshausen, Reichenbach, Lautern, Gadernheim mit Raidelbach und Knoden mit Breitenwiesen kamen noch Beedenkirchen mit Wurzelbach und Staffel, später Schmal-Beerbach, sowie Schannenbach hinzu. Nach den von der hessischen Landesregierung als „Geburts- urkunden“ geforderten amtlichen Dokumenten können demnächst 2012 Reichenbach und Beedenkirchen ihr tausend- jähriges, Lautern und Gadernheim mit Raidelbach 2019 ihr 650-jähriges Jubiläum feiern.
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Verschönerungsverein-Reichenbach 1974 e.V.