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Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Kälteschock und Chaoswinter
Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
Tiefsttemperaturen von zehn und mehr Grad minus und eine lang anhaltende Frostperiode kommen im vorderen Odenwald nicht oft vor. Kein Wunder, dass dann schnell von „Kälteschock“ und „Chaoswinter“ gesprochen wird. In der Geschichte der Wetteraufzeichnungen gab es „Extremwinter“ aber schon mehrfach im letzten Jahrhundert.
Allen voran in den Monaten Januar und Februar im Jahre 1929. Damals war nicht nur die Lauter zugefroren. Sogar der Rhein konnte auf einer geschlossenen Eisfläche überquert werden. Schon im Januar war es deutschlandweit mit einer durchschnittlichen Tagestemperatur von minus 4,5 Grad empfindlich kalt. Der Februar jedoch schlug mit minus 9,4 Grad alle Rekorde. Damals mussten die Menschen rund acht Wochen bei klirrender Kälte ausharren. Und dies weitgehend ohne Heizung, die den heutigen Zeitgenossen trotz erheblich gestiegener Energiekosten die Kälte noch erträglich erscheinen lässt.
Im gemäßigten, durch den Golfstrom beeinflussten mitteleuropäischen Klima, sind extreme Wetterbedingungen wie strenger Frost vergleichsweise selten. Trotzdem kann es immer wieder mal zu „Ausreißern“ kommen, wie am 24. Dezember 2001, als am Funtensee 45,9 Grad minus herrschten, die niedrigste, je in Deutschland gemessene Temperatur. Davon ist Lautertal – Gott sei Dank – weit entfernt.








Heinz Eichhorn - 10.01.2009
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Das Foto wurde Ende der dreißiger Jahre aufge- nommen und zeigt u.a. vorne rechts Hans Krichbaum (Jhrg. 1927) aus dem Brandauer Klinger

Foto: Hans Krichbaum
Repro: VVR

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Obwohl hier im Lautertal kontinuierliche Aufzeichnungen fehlen, wird aber immer mal wieder von Minustemperaturen unter 20 Grad berichtet. So aus dem Januar 1940, als die durchschnittliche Tagestemperatur in Deutschland auf 9,1 Grad minus absackte. Nahe an die Extremtemperaturen aus 1929 kamen auch der Januar und der Februar 1942 heran. Damals hatte wochenlang „Väterchen Frost“ mit fast sieben Grad minus im Schnitt das Wetter fest im Griff und manchem glühenden Verfechter deutscher Eroberungskriege schwante, was die Soldaten in Russland zu erleiden hatten.



Noch kälter als die „Rekordmonate“ 1929 war der Februar 1956. Bei Dauerfrost von minus 9,6 Grad im Schnitt lag im gerade erwachten „Wirtschaftswunder“ die gesamte Baubranche still. Fast alle Mitarbeiter wurden entlassen und mussten „stempeln“ gehen. Da sich der Frost jedoch „nur wenige Wochen“ hielt, kam auch die Bauwirtschaft bald wieder auf Touren.
Vielen Menschen noch in Erinnerung sein dürfte der „Extremwinter“ 1962/1963. Auch damals herrschte im Januar und Februar 63 über acht Wochen hinweg klirrende Kälte von durchschnittlich minus 6,5 Grad und „Ausreißern“ von um die 20 Grad. Ohne Heizung in den meisten Häusern waren aufwendige Sicherungen aller Wasserzu- und –abflüsse unbedingt erforderlich. Zu allem Übel kam zeitweise auch noch hoher Schnee hinzu. Und mancher Hauseigentümer war gezwungen, die Schneelasten von seinem Dach zu entfernen.
In all den frostigen Zeiten hatten jedoch die Kinder ihren Spaß an dem Winter. Besonders dann, wenn ausreichend Schnee für die Ski- oder Schlittenfahrten lag.
So hatten sich die „Inselkinder“ in Reichenbach über Jahrzehnte hinweg die Wiesen hinter dem Anwesen der Familie Neff als Rodelbahn ausgekuckt. Bei damals meistens noch langen Wintern frönten sie dann sofort nach Schulschluss und Mittagessen dem Rodeln, alleine, als Doppelsitzer oder gar in Ketten von zwei oder drei Schlitten.









Rodelspaß für die "Inselkinder" in Reichenbach