rodeltour001010.gif
rodeltour001010.gif
rodeltour001010.gif
rodeltour001010.gif
Was ist hier neu?
Aktuelle Mitteilungen
Brauchtum
Brunnen
Dorfverschönerung
Ruhebänke und Anlagen
Dorfgeschichte
Kontakt
Links
Impressum
Wanderwege
Verein - Informationen
Gästebuch
Willkommen
Willkommen in Reichenbach / Odenwald
rodeltour001009.gif
rodeltour001008.gif
So klingt es bei uns
rodeltour001007.gif
rodeltour001006.gif
rodeltour001005.jpg
Felsenmeer
rodeltour001004.gif
.
Geschichte und Geschichten aus Reichenbach
Schneefälle vor 30 Jahren
Rodelmöglichkeit auf der Hohensteiner Straße
Dorfgeschichte / Historisches / Übersicht
Für Norddeutschland brachte er vor 30 Jahren das totale Chaos mit über 20 Toten: der Zusammenstoß zweier Luftmassen über der Ostsee. Lautertal dagegen bekam nur die Ausläufer der Naturkatastrophe ab und freute sich über eine hohe Schnee- decke bei klarer Luft und Sonnenschein.
Das stabile Hochdruckgebiet über Skandinavien und das Tiefdruckgebiet über dem Rheinland prallten zum Jahresende 1978 zusammen. Der Temperaturunterschied war extrem: Minus 47 Grad Celsius begegneten der mitteleuropäischen Warmluft mit ihrer relativen Luftfeuchte von 90 Prozent. Über Norddeutschland wurde aus Regen Schnee, später dichtes Schneegestöber und dann ein ausgewachsener Schneesturm, der bis zur Windstärke zehn wütete und fünf Tage andauerte.
In Lautertal war es an Silvester noch vergleichsweise mild, nachmittags regnete es. Doch der Regen ging gegen Abend in Schnee über. Der Niederschlag verstärkte sich und hielt die ganze Nacht über an. Am ersten Tag des neuen Jahres wurden über 20 Zentimeter Schnee gemessen. Zudem war es klirrend kalt, der Himmel von den Wolken befreit, strahlend blau und die Sonne zeigte sich den ganzen Tag über.









Text und Foto:
Heinz Eichhorn - 11.01.2009
btngo_hot.gif
rodeltour001003.gif
rodeltour001002.gif
nach oben
rodeltour001001.gif
Eine geschlossene Schneedecke lud vor 30 Jahren zur Schlittenfahrt auf der längsten Reichenbacher Rodelstrecke ein.


hohensteinerstrasse1979_01_01.jpg
Die Reichenbacher nutzten die Gelegenheit zur Rodeltour auf der Hohensteiner Straße. Auf der längsten Strecke im Dorf fuhren Kinder und Erwachsene mit Schlitten und Bobs schon seit Jahrzehnten. Die rasante Abfahrt begann meist unterhalb des Hofguts Hohenstein auf der Höhe des kürzlich geschaffenen Parkplatzes. Von dort aus ging es oftmals in Zweier- und Dreierketten zuerst auf einer langen Geraden, dann in mehreren scharfen Kurven hinab ins Tal. Endstation war meist an der heutigen Einmündung in die „Vier Morgen“. Als be- sonderen „Kick“ erlaubten sind die Jugendlichen den „Sturzflug“ am Steilhang gegenüber dem Anwesen von Lehrer Adam Balss (heute Familie Dekker). So man- cher Rodler holte sich dabei mehr als nur eine leichte Schramme.

Die Zunahme der Motorisierung Mitte und Ende der fünfziger Jahre brachte jedoch verstärkt den Winterdienst der Gemeinde zum Einsatz. Da auch täglich die frische Milch vom Hofgut zur Sammelstelle in Reichenbach gefahren werden musste, wurde die Hohensteiner Straße schon früh morgens mit Splitt, später mit Salz gestreut. Dies bedeutete das Ende der längsten Reichenbacher Rodelstrecke.

Ihre Renaissance erlebte die Piste jedoch an dem besagten 1. Januar 1979. Aufgrund der besonderen Witterungsverhältnisse und der hohen Schneedecke wurde nur Schnee geräumt. Somit konnte die Piste von vielen Lautertalern einige Stunden lang wieder einmal als Rodelstrecke genutzt werden.

Auch von der zweiten Kollision zweier Luftmassen über der Ostsee vor 30 Jahren blieb Lautertal weitgehend verschont. Am 13. Februar 1979 kam es erneut zu starken Schneefällen und Schneeverwehungen mit für Deutschland ähnlichen, aber weniger gravierenden Auswirkungen.