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Dorfverschönerung in Reichenbach
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Verschönerungsverein Reichenbach 1974 e.V.
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Es war lange Zeit kalt in Reichenbach und es lag eine dichte Schneedecke über Nutzgarten und dem von Blumenrabatten umsäumten Zierrasen. Winterruhe hätte man meinen können.
Mit Nichten, denn ein Maulwurf hält keinen Winterschlaf und gräbt auch den ganzen Winter!

In der kalten, frostigen Jahreszeit graben die als Einzelgänger lebenden Maulwürfe zwar in tieferen Bodenregionen, da sich auch die kleineren Bodenbewohner, Würmer, Käfer und Insektenlarven in diese „verkriechen“. Da ein Maulwurf trotz eines von ihm angelegten Wintervorrates dennoch ständig auf Beutesuche ist - ein Maulwurf verzehrt mindestens halb so viel Nahrung pro Tag wie er selbst wiegt - , gräbt er. Das Erdreich der neuen Gänge schiebt er als sog. „Maulwurfshaufen“ dann nach oben. Auch durchwandert er auf Nahrungssuche seine gegrabenen Gänge mehrmals am Tage.

Findet ein Maulwurf in den tieferen Bodenschichten ausreichend Nahrung, wird sein Tun sicherlich von keinem winterlichen Gartenbetrachter wahrgenommen; ist jedoch die untere Bodenregion arm an Humus, d.h. sind dort wenige Insekten, die ihm als Nahrung dienen könnten, muss der Maulwurf in den oberen Bodenschichten auf Nahrungssuche gehen - mit der Folge der von ihm ausgeworfenen Erdhügel.

Auch wenn Schneeschmelze einsetzt, der Boden taut und Schmelzwasser in seine Gänge eindringt, flüchtet der Maulwurf vor der Kälte und insbesondere vor dem Ertrinken in höhere Gänge und schaffst sich „Luftlöcher“. Dabei drückt er die Erde senkrecht nach oben. Für den Beobachter erscheinen sie hoch und rund und lassen sich somit von den Erdhügeln der Wühlmaus unterscheiden. Letztere schieben nämlich die Erde schräg aus ihrem Gang. Dieser Erdhügel ist i.d.R. flacher und oft mit Wurzelresten und Gras versetzt. Auch die Gänge sind unterschiedlich. Ein Maulwurf gräbt flachovale Gänge, während der Gang einer Wühlmaus dem eines senkrecht stehenden Eies ähnelt.
Der Maulwurf ist auch im Winter aktiv
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Unter Gartenbesitzern sind einige (mehr oder weniger erfolgversprechende) Vertreibungsmethoden bekannt, doch sollte sich jeder von ihnen klarmachen, dass sich ein Maulwurf nur in einem vitalen Humusoden wohl und zu Hause fühlt - was doch eher als Kompliment für den Hobbygärtner zu werten ist. – Und die ausgeworfenen Erdhaufen?

Eine lockere Anzuchterde kann ein Gärtner käuflich nicht erwerben!
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Für den Zierrasenbesitzer ist dies gleich ärgerlich und vordergründig einerlei, nicht jedoch, wie er sich gegen solche „Gartenverwüstungen“ wehren kann.
Der Maulwurf (Talpea europaea) hat es nämlich bis in die Bundesartenschutz- verordnung geschafft (besonders geschützte Tiere), die besagt, dass er nicht gejagt, verfolgt, verletzt oder gar getötet werden darf - im Gegensatz zur Wühlmaus!
Kaum ist die blickschützende Schneedecke geschmolzen, kann der Hobbygärtner das Ausmaß der Maulwurf- aktivitäten erkennen.

Foto:
Heinz Eichhorn - 07.01.2011