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Ein Markenzeichen für Lautertal

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Verschönerungsverein Reichenbach 1974 e.V.
Da war sich sogar Bürgermeister Jürgen Kaltwasser (SPD) einmal mit Landrat Matthias Wilkes (CDU) "in allen Punkten einig": das Engagement von Walter Koepff ist höchstes Lob wert.
Seit 30 Jahren ist Koepff für die Allgemeinheit engagiert, und zwar vor allem beim Foto-Amateur-Club (FAC) und beim Arbeitskreis Partnerschaft europäischer Gemeinden (Apeg).

Dafür gab's am Freitag den Ehrenbrief des Landes Hessen von Ministerpräsident Roland Koch. Landrat Wilkes überreichte die Auszeichnung stellvertretend. Der musikalische Rahmen war ungewohnt, doch dem Geschmack der Hauptperson angepasst: Musiklehrer Werner Nowak und einige seiner Schüler spielten Rockballaden und Countrymusik der 70er-Jahre.

Seit 1970 ist Walter Koepff Mitglied im Vorstand des FAC, seit 1976 ist er Vorsitzender des Vereins. Beim Apeg ist Koepff von Beginn an dabei: schon im "Aktionskomitee Verschwisterung mit europäischen Gemeinden" arbeitete er mit. Seit der Gründung des Apeg 1980 gehört er zum Vorstand. Walter Koepff ist außerdem aktiver Feuerwehrmann (seit 1965), war von 1978 bis 1988 Vorstandsmitglied im Verschönerungsverein Reichenbach und steht seit 1976 in der Führung des Personalrats der Georg-August-Zinn-Schule (GAZ), seines Arbeitgebers in Reichelsheim.

Engagiert ist Koepff auch in Umweltfragen. Für den Verschönerungsverein organisierte er bereits in den 70er-Jahren Altglassammlungen; seit 1992 betreut er die Aktion "Korken für Kork", bei der Naturkorken in ganz Lautertal gesammelt werden für ein Heim, das daraus Dämmstoffe herstellt.

Landrat Wilkes lobte bei der Feierstunde am Freitag Walter Koepffs "unermüdliches Engagement für die Allgemeinheit". Koepff sei "ein Markenzeichen für Lautertal" und ein überzeugter Europäer. Somit passe es, dass die Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief auf den Vorabend der ersten Europawahl in der vergrößerten EU falle.

Im Apeg habe Walter Koepff nicht nur die Partnerschaft Lautertals mit Jarnac und Radlett mit Leben erfüllt, sondern auch "Wert gelegt auf persönliche Bindungen". Die Verschwisterung wäre ohne Walter Koepff nicht das, was sie heute ist, so Wilkes.

Wilkes würdigte aber auch die Arbeit des Hobbyfotografen Walter Koepff im FAC. Koepff habe in seiner Zeit als Vorsitzender des Vereins dessen Arbeit "in besonderer Weise geprägt" und als "Zugmaschine" den Klub am Leben erhalten. Durch seine fotografischen Arbeiten schärfe Koepff den Blick seiner Mitmenschen für die Schönheit der Heimat, die sonst allzu oft unbeachtet bleibe, da sie die tägliche Umgebung der Menschen sei.

Auch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser bekundete, der Name Walter Koepff sei "untrennbar mit dem FAC verbunden. Ohne Dich läuft nichts im Fotoclub." Kaltwasser dankte aber auch für die Arbeit im Rahmen der Verschwisterungen. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Heidi Adam, sagte, es "zeichnet diesen Menschen aus, dass er die Gemeinde und ihre Bürger voranbringen will". Walter Koepff gehöre zu den Menschen, die ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeit nicht ablehnten und dafür oft belächelt würden. Tatsächlich seien diese Menschen aber das Rückgrat der Gesellschaft.

Für den Ortsbeirat und den Verschönerungsverein dankte dessen Vorsitzender Heinz Eichhorn. Er erinnerte an die Glassammlungen, die - heute selbstverständlich - von Walter Koepff als einem der ersten in Lautertal betrieben worden seien. "Naturschutz stand auf deiner Agenda immer ganz oben", so Eichhorn. Für die Lautertaler CDU gratulierte deren stellvertretende Vorsitzende Heidemarie Kinzel.

Otto Schwarzer, der stellvertretende Vorsitzende des FAC, berichtete, dass Walter Koepff bereits vor seinem Eintritt in den FAC-Vorstand im Jahr 1970 im Fotoclub engagiert gewesen sei. Ausweislich der Unterlagen des Vereins sei Koepff spätestens ab 1964 in der damaligen Jugendgruppe aktiv gewesen.

Später habe er den Verein nachhaltig unterstützt und durch alltägliche Arbeit - wie die technische Hilfe für Vereine durch FAC-Material und sein Know-how - aber auch durch außergewöhnliche Aktionen den FAC lebendig gehalten. Schwarzer erwähnte dabei die Ausstellung mit alten Bildern aus Reichenbach im Jahr 1976 ebenso wie Koepffs Anteil an der Organisation der 975-Jahr-Feier für Reichenbach 1987 und die Wiederaufnahme von Diavorträgen durch den Verein vor 25 Jahren.

Auch an der Gestaltung der Festschrift zum 25-jährigen Bestehen der Gemeinde Lautertal war Walter Koepff beteiligt. Der FAC sei durch Koepffs Arbeit zu einem "festen Bestandteil im kulturellen Leben Lautertals" geworden.

Apeg-Vorsitzender Helmut Lechner hatte das überraschendste Geschenk für den neuen Träger des Landesehrenbriefs mitgebracht: Brian Brennan aus Radlett (England) war eigens zu dem Festakt nach Lautertal gekommen, um persönlich zu gratulieren. Das unterstrich eindrucksvoll Lechners Feststellung, dass Walter Koepff nicht nur in Lautertal eine Persönlichkeit sei, sondern auch in den Partnerstädten. Natürlich waren auch aus Jarnac Glückwünsche eingetroffen.

Walter Koepff schloss in seinen Dank vor allem seine Frau Doris Koepff ein, deren Unterstützung für die Arbeit ihres Mannes auch von den Laudatoren gewürdigt wurde. Koepff vergaß aber auch nicht seine Mitstreiter, die ihn bei seiner Arbeit nicht nut tatkräftig unterstützt, sondern auch fruchtbare Diskussionen mit ihm geführt hätten. "In lauwarmem Wasser baden ist langweilig", bekannte Koepff. In seiner Zeit in Reichenbach habe er schnell gelernt, das Dorf und seine Menschen zu schätzen. Nach der Ankunft aus Darmstadt im Jahr 1959 sei es freilich zunächst eine große Umstellung gewesen, sei ihm seine heutige Heimat als "Kuhdorf" vorgekommen.

Dass Reichenbach diesen Eindruck nicht verbreitet, ist natürlich auch wieder ein Verdienst von Walter Koepff. Seit über 30 Jahren sorgt er in der heimischen Tagespresse dafür, dass Aktuelles über "sein" Dorf bekannt wird. Unter dem Markenzeichen koe begleitete Walter Koepff über viele Jahre die Kommunalpolitik Reichenbachs und Lautertals, in der er auch selbst einmal aktiv war.

Inzwischen liegt der Schwerpunkt seiner Berichterstattung auf dem reichen Vereinsleben der Gemeinde. Ein nicht geringer Anteil seiner Arbeit widmete Walter Koepff dabei der Aufgabe, die Partnerstädte Jarnac und Radlett in Wort und Bild allen Lautertalern näher zu bringen. Der Bergsträßer Anzeiger schließt sich daher natürlich den Glückwünschen zu der verdienten Auszeichnung an.

Thorsten Matzner - 14.06.2004
Ehrenbrief des Landes Hessen an Walter Koepff verliehen (11.06.2004)
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