Willkommen in Reichenbach / Odenwald
Der Vereinsausflug an den Gardasee
Eine traumhafte Woche verbrachten 68 Mitglieder und Freunde des Verschönerungsvereins Reichenbach (VVR) am Gardasee. Wetter, Unterkunft, Verpflegung und Organisation stimmten, so dass die Reise zu den gelungensten der fast zwanzig Vereinsausflüge der Dorfverschönerer gerechnet werden kann.
Höhepunkt der Tour war zweifellos ein Empfang in der Bensheimer Partnerstadt Riva durch den dortigen Verschwisterungsverein. Zustande gekommen war die Begegnung durch die Vermittlung des APEG und dessen Vorsitzenden Helmut Lechner. In der 13.500 Einwohner zählenden Gemeinde wurden die Odenwälder vom Vorsitzenden des Freundeskreises, Franco Gamba, und von seinem Stellvertreter Sergio Francesconi mit einem Glas Wein und Snacks offiziell willkommen geheißen.
Bei einem kleinen Rundgang stellte „Fremdenführer“ Francesconi Riva vor, das am oberen Teil des 52 Kilometer langen und bis zu 17 Kilometer breiten „saubersten Sees Europas“ liegt. Der mit rund 390 Quadratkilometern größte See Italiens wird durch die Abflüsse aus den umliegenden bis über 2.000 Meter hohen Bergen gespeist. Die kleinen Orte entlang des Sees leben heute überwiegend vom Tourismus.
Verona:
der Balkon der Julia
Ein weiterer Höhepunkt der Tour war eine Fahrt in die Metropole Verona, die jährlich bis zu zwei Millionen Touristen besuchen. Fremdenführerin Lorella Mostacci, eine in jeder Hinsicht beein- druckende Italienerin, zeigte ihren Gästen nicht nur die Überbleibsel aus der Epoche der Römer und der Familien Scala, sondern natürlich auch den Balkon von Julia. Mit einem Augenzwinkern verriet sie, dass der durch Shakespeare weltbekannt gewordene Balkon erst in den dreißiger Jahren gebaut wurde und es vorher an den Häusern der Veroneser gar keine Balkons gegeben habe.
In Riva waren die Lautertaler nicht nur von der malerischen Innenstadt, sondern auch von den gepflegten und sauberen Gebäuden und Anlagen angetan. Riva del Garda stellt heute das Geschäfts- und Handelszentrum des Sees dar und bietet eine Mischung aus italienischer Eleganz und Südtiroler Flair. Nach dem Empfang schlenderten die Odenwälder, von denen 14 in heimischer Tracht gekommen waren, noch durch die Geschäftsstraßen und freuten sich über das rege Interesse, das ihrem „Outfit“ entgegengebracht wurde.
Untergebracht waren die Reiseteilnehmer im Hotel „Royal Village“ in dem am See und den Berghängen gelegenen Dörfchen Limone.
Von hier aus unternahmen sie ihre Touren zu den in der Vorsaison noch nicht von Touristen so extrem überfüllten Sehenswürdigkeiten entlang des Gardasees.
Die Trachtenträger mit dem Führer (im Bild links) während der Führung in Bensheims Partnerstadt
Riva del Garda.
Blick auf den Gardasee, von Riva aus.
Die Reisegruppe während der Führung
durch Riva
Anregungen zur Gestaltung von Gärten und Anlagen wurden aus dem Giardino Botanico von André Heller (in Gardone Riviera) mitgenommen.
Herrliche Panoramaterrassen am Rande eines senkrecht in den See abfallenden Felsvorsprungs besuchten die Odenwälder in Tremosine. Eine der zahlreichen prächtigen Villen entlang des Seeufers, die bei einer Schiffsreise besichtigt wurden, war von 1943 bis 1945 offizieller Sitz der „Republik von Salo“ unter Mussolini. Heute kann man in dem Luxushotel schon mal von tausend Euro an aufwärts pro Nacht logieren. Auch der wohl schönste und romantischste Ort Garda mit seinen alten Villen, herrlichen Parks und modernen Hotelanlagen wurde besichtigt. Zudem gehörte eine „Drei-Seen-Rundfahrt“ und ein Klosterbesuch zum Programm.
Blick von Gardone Riviera über den See zum schneebedeckten Mone Baldo,
während am Seeufer in Gardone Riviera die Rosen blühten.
Viele Touristen wollten sich mit unseren Trachtenträgern fotografieren lassen. Selbst eine Angestellte aus dem Hotel
(Bild rechts) kam herausgesaust und stellte sich zwischen die beiden Herren aus dem Odenwald zur "Fotosession".
Verschoenerungsverein Reichenbach 1974 e.V.
Teil 1