Willkommen in Reichenbach / Odenwald
Die Vereinsaktivitäten aus dem Jahr 2009
Überzeugt von der Signalwirkung des Nibelungensteigs auf den Tourismus in Lautertal ist Olaf Bormuth vom Hotel/Restaurant „Kuralpe/Kreuzhof“. Bei einem Treffen mit dem Vorstand des Verschönerungsvereins Reichenbach sagte er, dass seiner Meinung nach „künftig mehr Wanderer auch die bisher eher ruhigen Wintermonate beleben werden“.
In dem Haus unterhalb des Felsbergs habe sich diese Entwicklung schon angezeigt. Im November letzten Jahres seien „deutlich mehr Wanderer“ bei ihm eingekehrt als früher.
Vor allem junge Familien mit Kindern hätten das Wandern entdeckt.
Die Aussagen des mit rund 600 Quadratmetern Restaurantbetriebes größten Gastronomie- anbieters im Lautertal decken sich mit den Erkenntnissen der Dorfverschönerer. Zusammen mit dem Odenwaldklub (OWK) wollen sie deshalb auch ihren Mitgliedern und Freunden eigene Touren anbieten. Der Steig, der über zehn Kilometer durch das Lautertal führt, soll in vier Etappen erwandert werden. Albrecht Kaffenberger, Dr. Joachim Bartl und Philipp Degenhardt werden die Wanderungen vorbereiten und führen.
Der Vorstand informiert sich
über die Signalwirkung des Nibelungensteigs auf den Tourismus
Wie Bormuth plädiert auch der VVR für ein „friedliches Nebeneinander“ von Wanderern, Mountainbikern und Reitern. Dazu sei es allerdings notwendig, dass bestimmte Routen ausgewiesen und beschildert würden.
Die „erfreuliche Entwicklung“ des Familienbetriebes schlägt sich bei Bormuth auch im Hotelbereich nieder. So plant er derzeit, mit einer Aufstockung seine Bettenkapazität um zwölf auf dann 45 zu erhöhen. Der engagierte Hotelier wirbt darum, dass der über 40 Kilometer lange Nibelungensteig in vier Etappen erwandert wird. Dies könnte eine Übernachtung in der Kuralpe und eine weitere im Gasthaus „Zum Odenwald“ in Schannenbach auf Lautertaler Gemarkung bedeuten. In den Verträgen über den Nibelungensteig sei u.a. vereinbart, dass die Übernachtungsbetriebe das Gepäck ihrer Gäste preisgünstig weiter transportieren müssten.
Ein wesentliches Augenmerk legt der Hotelier und Gastronom auf den Einklang seiner Arbeit
mit der Natur. Nach seinen Aussagen bewirtschaftet die Familie 23 Hektar Feld und Wald.
Die eigene Heidschnuckenherde zähle rund 200 Tiere. Auf den betriebseigenen Äckern würden Kartoffeln und Karotten angebaut und bei den Speisen verwendet. Ein Teil der selbst herge- stellten Lebensmitteln würde auch im Hofladen verkauft.
Beispielgebend für die Gastronomiebetriebe des Odenwaldes verhalte sich die Kuralpe auch beim Heizen. So würde in den Kaminen und Kachelöfen mit Holz aus dem eigenen Wald, also mit „erneuerbaren Energien“ geheizt.
Großen Wert legt Bormuth auf seine jungen Besucher. Diesen bietet er neben dem mitten im Grünen liegenden Biergarten einen großen Abenteuerspielplatz an und auch die Heidschnucken können die „Kids“ aus nächster Nähe beobachten.
Für ihre Arbeit erhielt die „Kuralpe“ in den letzten Jahren zahlreiche Preise, so den Hessischen Gastronomiepreis für Biergärten, einen dritten Platz als „bestes Ausflugslokal“ und einen Sonderpreis des Kreises Bergstraße für die „Nibelungenschmiede“. Als Arbeitgeber spielt sie in Lautertal inzwischen mit saisonalbedingten 15 bis 20 Festangestellten und bis zu 15 Aushilfen eine wichtige Rolle.
Heinz Eichhorn - 07.02.2009
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Olaf Bormuth (rechts) erläutert dem Vorstand des Verschönerungsvereins Reichenbach die Auswirkungen des Nibelungensteigs auf die „Kuralpe“.